Im Zentrum der Entwicklung steht eine automatisierte Verleimungstechnik, bei der in Form geschnittene Wabenplatten aufgenommen, beleimt und positionsgenau auf Stanzformaten aus Wellpappe appliziert werden. Der gesamte Prozess ist auf industrielle Serienanwendungen ausgelegt und gewährleistet eine gleichbleibend hohe Prozesssicherheit.
Die Anlage verarbeitet Formate bis 800 × 1200 mm und deckt damit das Euro-Palettenmaß ab. Je nach Auslegung der Stanzformate können mehrere Polsterelemente innerhalb eines Arbeitszyklus gefertigt werden. Diese gezielte Flächennutzung ist ein wesentlicher Faktor für die hohe Effizienz der Technologie.
Die Wellpapp-Stanzformate sind so konstruiert, dass sie nach der Verklebung der Wabenplatten gezielt gefaltet werden können. Auf diese Weise entstehen dreidimensionale Wabenpolster, die sich an die Konturen des jeweiligen Produkts anpassen und eine zuverlässige Schutzwirkung bieten.
Durch die Kombination aus Wabenstruktur, Verklebung und dreidimensionaler Formgebung wird eine Polsterwirkung erzielt, die mit der von EPS-Formpolstern vergleichbar ist. Damit eignet sich die Technologie für zahlreiche Anwendungen, in denen bislang EPS als Standardlösung eingesetzt wurde.
EPS hat sich über Jahrzehnte als leistungsfähiges Polstermaterial etabliert. Gleichzeitig wird der Einsatz von EPS in vielen Märkten zunehmend hinterfragt. Gründe dafür sind unter anderem die geringe Akzeptanz bei Endkunden, der hohe logistische Aufwand durch voluminöse Formteile sowie die komplexen Anforderungen an Sammlung und Recycling.
Papierbasierte Verpackungslösungen werden dagegen zunehmend bevorzugt, da sie sich besser in bestehende Recyclingstrukturen integrieren lassen und von Marktteilnehmern als zeitgemäß wahrgenommen werden. Diese veränderten Rahmenbedingungen führen dazu, dass nach Alternativen gesucht wird, die eine vergleichbare Schutzwirkung bieten, ohne die genannten Nachteile mit sich zu bringen.
Ein wesentlicher Vorteil der automatisierten Verleimungstechnologie liegt in der hohen Automatisierung und der effizienten Nutzung der Produktionsfläche. Durch die Möglichkeit, mehrere Polsterelemente in einem Arbeitsgang herzustellen, lassen sich Kostenstrukturen realisieren, die mit EPS-Formpolstern vergleichbar sind.
Damit wird eine papierbasierte Lösung wirtschaftlich tragfähig – nicht nur aus technischer, sondern auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht.
Die Technologie ist konsequent auf papierbasierte Materialien ausgelegt. Diese weisen eine hohe Akzeptanz im Markt auf und lassen sich in bestehende Recyclingströme integrieren. Damit erfüllt die Lösung sowohl aktuelle Marktanforderungen als auch zukünftige Erwartungen an Verpackungssysteme.
Als praxisnahes Beispiel wurde eine Verpackungslösung für einen Inkubator aus der Labortechnik realisiert.
Ergebnis:
Schutzwirkung mindestens auf EPS-Niveau